Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Yoga und Ayurveda

Ayurveda:  mind-body Prakriti ist perfekt, ein physikalischer, medizinischer Ansatz, in dem es gilt, die Balance zu halten!
Yoga:  metaphysikalischer Ansatz, der Geist ist unendlich, „mind“ soll perfektioniert werden!
Beherrschung der Natur, Überwindung über das natürliche: bis hin zur Umkehrung des natürlichen Flußes, was beim Ayurveda und TCM ein absolutes no go ist.!
Daran erkennt man auch, warum Yoga und Buddhismus vom Kapitalismus so perfekt einvernahmt wurden?
Der Kapitalismus scheint in diesem Sinne immer buddhistischer werden zu wollen. Braucht er die östliche Spiritualität, um zu überleben? Und: Wer unterwandert da wen? FAZ vom 12.4. 2015 unter dem Titel „ Der erleuchtete Angestellte, der Kapitalismus wird immer buddhistischer“!

Braucht der westliche Kapitalismus also die östliche Spiritualität, um zu überleben? Um seine Akteure funktionstüchtig zu halten und zugleich seine Legitimationsprobleme als Bösewicht, der strukturelle Schäden, etwa in der Ökologie, anrichtet, in den Griff zu bekommen? Schon vor Jahren hatte Slavoj Zizek darauf hingewiesen, dass der Frieden und Gelassenheit versprechende Buddhismus die perfekte ideologische Ergänzung zur europäischen Technologie und Wirtschaft sei: „Die westlich buddhistische Haltung ist vermutlich der effizienteste Weg, voll an der kapitalistischen Dynamik teilzuhaben und zugleich den Anschein geistiger Gesundheit zu behalten“, weil man eine innere Distanz zu dem äußeren Treiben bewahrt!

Je emanzipierter, freier und nun auch erleuchteter sich ein Angestellter bei seiner Arbeit fühlen darf, desto mehr schwindet der Raum außerhalb seines Angestelltenverhältnisses und kompensiert und lindert insbesondere die Leiden, die das Leben im wirtschaftlichen Wettbewerb selbst hervorgebracht hat: Burnout, Angst, Isolation können folgen.
bei dem Wort „“Achtsamkeit denke ich an Biedermeier und Caspar David Friedrich, im Sanskrit heisst es „Sati“ von Sat = Wahrheit = sattva!

Unterschiede Ayurveda/ Yoga von HP Th. Zetzmann

AyurvedaYoga
nicht wertendwertend
individuellallgemein
nicht nur vegetarischvegetarisch
Alkohol erlaubtAlkohol verboten
sinnlichSinne zurückgezogen
verwöhnendnicht verwöhnend
vitalisierendvergeistigend
GenussAnti-Genuss

Suzuki resümiert folgendes zum Gegensatz Westen/ Osten: 
Demnach ist der westliche Geist:
– analytisch
– individualistisch
– intellektuell
– objektiv
– wissenschaftlich
– verallgemeinernd
– begrifflich
– schematisch
– unpersönlich
– am Recht hängend
– organisierend
– Macht ausübend,
– selbstbewusst,
– geneigt, anderen seinen Willen aufzuzwingen, usw.

Die Wesenszüge des Ostens können dagegen folgendermaßen charakterisiert werden:
– synthetisch- zusammenfassend- integrierend- nicht unterscheidend: –> siehe Hermetik; Im Grunde gibt es keine Gegensätze- deduktiv – unsystematisch- dogmatisch- intuitiv (bzw. affektiv)- nicht diskursiv (Diskursiv: von Begriff zu Begriff methodisch fortschreitend; schlussfolgernd)– subjektiv- geistig individualistisch, aber sozial kollektivistisch usw.“

Im Ayurveda wird nicht gewertet. sondern dargestellt. Eine Darstellung ist eine Diagnose, und diese steht immer am Anfang bei der Beschreibung/ Handhabung eines Problems….

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